Kinematik: Dampflok Schubstangen bauen

Software um Bauteile zu erstellen
Antworten
Terrol
Doppeltraktionsfahrer
Beiträge: 140
Registriert: Mi 3. Mai 2017, 22:11
Status: Offline

Kinematik: Dampflok Schubstangen bauen

Beitrag von Terrol » Mo 9. Okt 2017, 23:28

Moinsen,
bei den meisten unserer Dampfloks mogeln die Hersteller sich mit viel Spiel auf den Schubstangen durch.
Natürlich gibt es im hochpreisigen Segment exakt gebaute Schubstangen aus Metall.

Diese sind natürlich dazu prädestiniert im CAD entworfen und in der Bewegung exakt simuliert und dadurch in den Massen bestimmt zu sein.

Die Simulation der Bewegung der Bauteile nennt man Kinematik.

Es gibt nicht so viele CAD Systeme, die kostenlos sind und Kinematik gut können. Ich persönlich komme aus der Welt des Microsoft Flugzeug Simulators.
Dort haben wir die Kinematik schon immer massiv benötigt. Wie schon öfter angetönt, habe ich vieles in GMax entwickelt.
GMax ist ein auf einem gewissen Entwicklungsstadium eingefrorenes 3DSMax. Die Software ist trotzdem recht mächtig.

Einfach ist die Sache nicht.
Wenn Ihr Euch das Zusammenspiel der Schubstangen an einer Dampflok anschaut, passieren da viele Bewegungen gleichzeitig.
Aber jede Schubstange führt eine ganz definierte Bewegung in Relation zu allen anderen und den "Aufhängungen" aus.

Man kann sich das so vorstellen, als ob jedes Teil, was sich bewegt, innen einen Knochen hat.
Wie beim Menschen kann jeder Knochen in seinem Gelenk in den vorgegebenen Richtungen bewegt werden.
Die Knochen sind verbunden.

So ähnlich funktioniert das auch im CAD. Man definiert die Bauteile, dann die Knochen, dann die möglichen Bewegungen.
Passt alles zusammen, hat man die Bauteile konstruiert und exportieren.

Im dem Falle dass man FreeCad als Konstruktions-Software benutzt müsste man diesen Umweg gehen, da FreeCad keine richtige Kinematik kann.
Die oben exportierten Bauteile werden dann in das FreeCad als Bauteil importiert.

Ich werde für meine Spreewald diesen Weg gehen. Falls also jemand da folgen möchte, bitte melden, dann führe ich das hier aus.
Einführung in GMax werde ich keine machen, da gibt es genug YT-Videos.
Grüße,
Terrol

Wer ständig zweifelt, der verzweifelt

Krähe0101
Draisinenfahrer
Beiträge: 7
Registriert: Fr 18. Mär 2016, 20:44
Status: Offline

Re: Kinematik: Dampflok Schubstangen bauen

Beitrag von Krähe0101 » Do 12. Okt 2017, 21:20

Bitte gerne

Gruß mit ÜPfiff
Kai-Uwe

Terrol
Doppeltraktionsfahrer
Beiträge: 140
Registriert: Mi 3. Mai 2017, 22:11
Status: Offline

Re: Kinematik: Dampflok Schubstangen bauen

Beitrag von Terrol » Fr 13. Okt 2017, 23:37

Moinsen,

wenn, dann wird das als Video kommen. Da meine Leitung miserabel ist, werde ich es wahrscheinlich mit OBS (Open Broadcast Software) aufnehmen und auf YT hochladen. Ich hoffe, dass man damit den Desktop aufnehmen kann. Sonst Shadowplay.
Meine AVer Media Karte hat es mir zusammen mit der 980TI vor 2 Monaten zerrissen, weshalb ich das nun neu lernen "darf". :lol:

Anmerkung: für GMAX braucht Ihr ein SDK und ein Game Pack. Ich benutze das vom MS-Flugsimulator, welches Geld kostet.
Dafür muss man mindestens die DeLuxe oder die Gold Edition kaufen.
Der Export kann dann mit Arnos ModelXConverter zu einem z.B. .obj umgewandelt werden, was dann in das FreeCad importiert werden kann.

Es geht auch mit viel Bastelei mit den Prepare 3D SDKs, aber es wird immer noch das GMAX Plugin benötigt.

Für Trainz gibt es einen Exporter, der umsonst ist. Inwieweit man daraus dann ein .obj machen kann, weis ich nicht.

Ich denke mal, dass es analog der Methode auch mit Blender gehen könnte. Nur bekomm ich bei dem Programm leichte Aversionserscheinungen.
Nicht meine Welt.

Wer 3DSMax oder Maya hat sollte eh wissen, wie das geht. Wenn nicht, lernt zumindest der 3DSMax Besitzer etwas über seine wahrscheinlich zufällig auf der Festplatte erschienene Software.

Eines habe ich zumindest für die Spreewald schon mal begriffen:
Wie spielen die Schubstangen zusammen, welche Aufgabe haben sie im 1:1, welche Teile sind fest, welche Drehpunkte gibt es.

Ich werde es so konstruieren, als ob es perfekt in Metall umgesetzt wird. Vielleicht finde ich eine Firma, deren Maschinen ich benutzen darf.
Feinmechanik im Bereich M1 und kleiner. Vereinfachen kann man es immer noch.
Grüße,
Terrol

Wer ständig zweifelt, der verzweifelt

Antworten

Zurück zu „Bauteil Konstruktions-Software“